Mit dem Jahreswechsel geht die Qualifikationsrunde zum Volksbanken-Hallenmasters des Saarländischen Fußball-Verbandes (SFV) allmählich in die entscheidende Phase. Beim 28. Hallenturnier des SV Rohrbach um den „Regi-Cup“ werden an diesem Samstag, den 3. Januar 2026 und Sonntag, den 4. Januar 2026 in der Rohrbachhalle insgesamt 66 Wertungspunkte vergeben. Für den Gastgeber spielen diese Punkte allerdings keine Rolle mehr, denn mit bislang lediglich 4,30 Zählern ist der SV Rohrbach im Rennen um die acht Masters-Tickets für die Saarlandhalle Saarbrücken chancenlos. „Ich denke, diesbezüglich geht es uns wie vielen anderen Turnierveranstaltern auch: Man lässt sich bei jenen Turniergastgebern blicken, die auch die eigene Veranstaltung besuchen“, erklärt Spielertrainer Marc-Kevin Wunn aus der Landesliga Ost in der Saarbrücker Zeitung. Der sportliche Ehrgeiz stehe dabei nicht im Vordergrund. „Außerdem stärkt es ja auch die Kameradschaft, wenn man in der Halle viel Zeit zusammen verbringt.“
Beim eigenen Turnier sei der Anspruch dann allerdings höher, betont Wunn. Ziel sei es, zumindest den zweiten Turniertag und damit die Zwischenrunde zu erreichen. „Das sorgt einfach für eine bessere Stimmung in der Halle“, sagt der Spielertrainer. Insgesamt sei das Teilnehmerfeld hochwertig besetzt, bis hin zum Oberligisten FV Diefflen. Entsprechend hoffe man an beiden Turniertagen auf zahlreiche Zuschauer in der Rohrbachhalle. Als Titelverteidiger geht der Saarlandligist SF Köllerbach an den Start, der sich im vergangenen Jahr im Finale mit 3:2 gegen den Verbandsligisten SG Lebach-Landsweiler durchgesetzt hatte.
Sportlich gesehen blickt der SV Rohrbach auf schwierigere Monate zurück. Nach dem Abstieg als abgeschlagener Tabellenletzter aus der Verbandsliga Nordost verlief auch der Start in der Landesliga Ost alles andere als zufriedenstellend. „Wir hatten nach den ersten sieben Spielen noch kein einziges Mal gewonnen und erst drei Punkte auf dem Konto. Das hatten wir uns natürlich ganz anders vorgestellt. Doch dann haben wir in Sachen Training und Spielsystem einiges umgestellt, was uns in der Tabelle immer weiter nach oben kommen ließ“, schildert Wunn, ohne ins Detail zu gehen. In der Folge zählte Rohrbach zu den formstärksten Teams der Liga. Zur Winterpause rangiert die Mannschaft mit 26 Punkten auf Platz sieben. Der Abstand zum Relegationsplatz zwei beträgt acht Zähler. „Das ist trotz unseres sehr guten Laufs ein dickes Brett. Von daher macht es aktuell keinen Sinn, auf das Erreichen von Platz zwei zu hoffen. Sollten wir die Runde zwischen den Plätzen drei und sieben beenden, wären wir nach diesem krassen Fehlstart absolut zufrieden“, ordnet der 26-Jährige die Situation ein.
Unabhängig davon hat Wunn seinen Vertrag bereits um eine weitere Saison verlängert. Neue Spieler sind im Winter bislang nicht dazugekommen. Verlassen hat den Verein hingegen Davin Presser, der sich Ligakonkurrent SVGG Hangard angeschlossen hat.