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SL: Mengen will den Klassenverbleib    [Ändern]

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VERFASST VON Marc Schaber, 5. Januar 2026

Fußball-Saarlandligist SV Bliesmengen-Bolchen plant auch über die laufende Spielzeit hinaus mit Trainer Mathias Lillig. Unabhängig davon, in welcher Liga der Verein in der kommenden Saison antritt, wird der 33-Jährige weiterhin an der Seitenlinie stehen. Lillig war im vergangenen Sommer vom FC Kleinblittersdorf aus der Verbandsliga Südwest zum damaligen Aufsteiger ins Mandelbachtal gewechselt. Bis zur Winterpause sammelte das Team 17 Punkte und überwintert damit auf dem drittletzten Tabellenrang.
„Als ich für die aktuelle Runde in Bliesmengen-Bolchen zugesagt habe, war es ja noch nicht klar, ob wir in der Verbands- oder in der Saarlandliga spielen werden“, erinnert sich Lillig in der Saarbrücker Zeitung. Unter seinem Vorgänger Björn Tarillon hatte sich der SV Bliesmengen-Bolchen als Vizemeister der Verbandsliga Nordost erst in der Aufstiegsrelegation gegen den SV Geislautern, den Zweiten der Verbandsliga Südwest, die Rückkehr in die Saarlandliga gesichert – und das nach einem dramatischen 10:9-Erfolg im Elfmeterschießen. „Wir wussten, dass es für uns als Aufsteiger vom ersten Spiel an nur gegen den Abstieg gehen wird. Wir sind zur Winterpause aber absolut in Schlagdistanz zu den Nichtabstiegsplätzen“, betont Lillig, der sich beim Verein sehr wohlfühlt. Entsprechend leicht fiel ihm die Entscheidung, auf Anfrage des Vorstandes auch für die kommende Spielzeit zuzusagen.
Zu Beginn der Saison hatte der Trainer zunächst auf eine defensiv geprägte Spielweise gesetzt. Zwar kassierte seine Mannschaft dadurch nur wenige Gegentore, blieb offensiv jedoch ebenfalls eher harmlos. Im weiteren Verlauf der Hinrunde stellte Lillig das System um und ließ sein Team offensiver agieren. In der Folge stieg sowohl die Zahl der erzielten Treffer als auch die der Gegentore. „Dass wir von den bisherigen 20 Spielen nur bei neun als Verlierer den Platz verlassen haben, ist völlig in Ordnung. Was etwas stört, sind unsere acht Unentschieden“, erklärt der 33-Jährige.
Mit bislang 19 Treffern stellt der SV Bliesmengen-Bolchen die schwächste Offensive der Liga, verfügt mit lediglich 33 Gegentoren jedoch über die fünftbeste Defensive. „Ich war mit den Leistungen der Mannschaft größtenteils zufrieden. Wir hauen stets alles rein, was irgendwie geht, und nehmen den Kampf um den Klassenverbleib voll an. Wenn wir auch weiterhin im neuen Jahr Vollgas geben, stehen die Chancen dazu gut“, sagt Lillig.
Auch personell wurden in der Winterpause bereits Anpassungen vorgenommen. Angreifer Santiago McCall, der sowohl die US-amerikanische als auch die kolumbianische Staatsbürgerschaft besitzt, hat den Verein mit unbekanntem Ziel ins Ausland verlassen. Als Neuzugang kam Luca Mura vom Ligarivalen 1. FC Saarbrücken II, der im Offensivbereich variabel einsetzbar ist. Zudem kehren mit Felix Haberer (Knieprobleme) und Adil Taghzoute (Muskelblessur im Oberschenkel) zwei zuletzt verletzte Spieler in den Kader zurück. Nach seinem Auslandsstudium in der Schweiz steht außerdem Paul Degott wieder zur Verfügung. Weitere Veränderungen im Kader sind nach aktuellem Stand nicht geplant, wie Lillig erklärt.
In der Vorbereitung auf die verbleibende Rückrunde ist die Mannschaft derzeit überwiegend in saarländischen Hallen aktiv und nimmt an insgesamt acht Qualifikationsturnieren zum Hallenmasters teil. Eine Teilnahme am Masters selbst wird jedoch nicht angestrebt. Nach etwas mehr als der Hälfte der Turniere rangiert der SV Bliesmengen-Bolchen mit 16,10 Wertungspunkten auf Platz 21 der Qualifikationstabelle.
Der Fokus liege klar auf dem Klassenverbleib in der Saarlandliga, stellt der Trainer klar. Da in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar neben Schlusslicht FV Eppelborn auch der aktuell auf Rang 15 platzierte FV Diefflen stark abstiegsgefährdet ist, könnten zur kommenden Saison – inklusive der drei Verbandsliga-Aufsteiger – bis zu fünf neue Mannschaften in die Saarlandliga kommen. Während der Meister in die Oberliga aufsteigt, könnte es somit zu drei oder sogar vier Absteigern kommen, abhängig davon, ob der Zweitplatzierte der Saarlandliga den Sprung nach oben über die Relegation schafft.




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Marc Schaber, 5. Januar 2026

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